Benjamin Button

Veröffentlicht am 12. März 2009

Zur Zeit sind wohl Kinowochen bei mir, und gestern stand der Oscar-Favorit „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ auf dem Programm. Mein Vorwissen über den Film hat sich auf diese Fakten beschränkt:

  • Oscar Favorit, aber viele nicht bekommen
  • Es geht um einen Mann, der alt geboren wird und dann immer jünger wird
  • Irgendeine Liebesgeschichte ist auch noch drin

Im Wesentlichen hatte ich mein tiefgründiges Fachwissen durch den Konsum des Trailers erworben:

Trotz aller andersdeutenden Anzeichen ging ich in der Erwartung in den Film, eine leichte, möglicherweise komödiantische Love-Story zu sehen. Wenn da nicht die vielen Oscar-Nominierungen gewesen wären, hätte ich mir wahrscheinlich auch stattdessen was anderes angeschaut.

Das wäre, im Nachhinein betrachtet, ein Riesenfehler gewesen. Der Film war vollkommen anders als ich es erwartet hatte. Kein seichter Blockbuster mit 08/15-Lovestory, sondern ein Film über das Leben.

Man begleitet Benjamin ab seiner ungewöhnlichen Geburt, sieht die Welt durch seine Augen und lernt die vielen ungewöhnlichen Menschen und Orte kennen, auf die er trifft. Die Geschichte wird als Rückblick aus seinem Tagebuch erzählt, das eine Frau ihrer im Sterben liegenden Mutter ein letztes Mal vorliest.

Auch wenn es weit hergeholt ist: „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ erinnerte mich in seiner Wirkung und Atmosphäre an „Die fabelhafte Welt der Amelie“. Obwohl die beiden Filme auf den ersten Blick außer einer dezent ähnlichen Namensgebung nicht viel gemein haben, geht es auf den zweiten Blick doch um Menschen, die das Leben für sich entdecken. Fairerweise muss man aber sagen, dass ich wohl der einzige Mensch in dem Kino war, der diese Verbindung hergestellt hat. 😉

Ich kann jedem nur empfehlen, die Gelegenheit noch zu nutzen diesen Film im Kino zu sehen. Oder allerspätestens auf DVD, wenn er dann rauskommt. Aber auf keinen Fall sollte man ihn sich entgehen lassen.



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