Blu-Ray: Inception

Veröffentlicht am 15. Dezember 2010

Das war vielleicht ein Nummer mit Inception: Schon vor Monaten hab ich die Trailer gesehen und dachte mir „Geil, muss ich anschauen“. Dann kam gefühlt jeder Mensch den ich kenne plötzlich an und meinte „Geil, musste dir anschauen“. Ich hab sogar einmal den Titel „Bester Film ever“ fallen hören. Und jetzt das große Geständnis: Ich war nicht im Kino. Es ging einfach nicht. Also war ja vollkommen klar dass ich mir den Film gleich nach Release auf Blu-Ray anschaue. Hier meine Meinung.

Die Story von Inception

Ich befürchte, die Story ist schon allgemein bekannt, aber hier trotzdem nochmal kurz zusammengefasst: In Inception ist es möglich, in die Träume anderer einzudringen. Und wie mit jeder tollen neuen Technologie findet sich auch hier sofort die passende kriminelle Anwendung: In Träume eindringen um geheime Informationen zu stehlen.

So ein Traumdieb ist auch Cobb, der Held des Films. Laut einhelliger Meinung im Film ist er sogar der beste Traum-Info-Dieb Welt. Dummerweise gibt es seit einiger Zeit einen Schatten in seiner Seele, der seine Arbeit stört. Und dummerweise ist sein nächster Auftrag auch kein Diebstahl, sondern viel komplexer: eine Inception. Er soll einen anderen Menschen manipulieren, in dem er ihm einen Gedanken einpflanzt. Etwas, das unter Experten als unmöglich gilt – und das man nur erreichen kann, wenn man tiefer in das Bewusstsein eines Menschen eindringt als jemals zuvor. Aufgrund gewisser Umstände ist Erfolg bei der Inception ist die einzige Chance für Cobb, zu einem normalen Leben zurückzukehren. Also sucht er sich ein Elite-Team und nimmt den Auftrag an.

Die Story ist angenehm verwoben und komplex. Und das vor allem deswegen, weil Träume sich naturgemäß für Täuschung und unerwartete Wendungen anbieten. Ich fand Sie gut und innovativ, aber ehrlich gesagt ab einem gewissen Punkt auch etwas vorhersehbar. Aber vielleicht wäre es ansonsten auch zuviel des Guten gewesen, man muss ja als Zuschauer irgendwo auch noch dem roten Faden folgen können. Aber ein paar mehr Überraschungen am Ende hätten nicht geschadet.

Die Umsetzung von Inception

Christopher Nolan setzt den Stoff gewohnt düster um. Es gibt unterhaltsame Momente, schockierende Elemente, Szenen die zum Nachdenken anregen und emotionale Augenblicke. Und Action satt. Also alles enthalten, was der gute Blockbuster von heute braucht. Die Träume sind dank wirkungsvoller Effekte bombastisch umgesetzt, inklusive unfassbarer Zeitlupen, frei schwebender Menschen und Städten die aufeinander zusammenknicken. Der Soundtrack ist übrigens genial – und passt wie die Faust auf’s Auge.

Meine Meinung zu Inception

Inception ist ein geiler Film, keine Frage. Aber „Bester Film ever“ halte ich für weit übertrieben. Was Inception wirklich besonders macht, ist die Grundidee und die souveräne, düstere Umsetzung. Stellenweise hatte ich aber dann auch das Gefühl, das es immer mehr vom gleichen wird – „und noch eine Traumebene… und noch eine Traumebene…“. Die Filmphilosophie geht ein bißchen Richtung Matrix – ist die Welt wirklich real? Wer sagt uns, dass das nicht alles nur ein Traum ist? Die Actionszenen mit Extremzeitlupen und frei fliegenden Menschen unterstreichen den Eindruck noch. Aber zu behaupten, Inception wäre ein Matrix-Abklatsch, würde dem Film nicht gerecht – es ist mehr das gleiche Feeling als der gleiche Film.

Ich finde Christopher Nolans letzten Film „The Dark Knight“ zwar besser. Und auch dieses Jahr gab’s bessere Filme wie Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt oder Kick-Ass. Trotzdem: Inception ist ein Pflichtfilm für alle Fans anspruchsvollen Kinos.

Der Trailer:



Und die Blu-Ray:



WordPress Theme designed by Chris Wallace.