Forbidden Kingdom

Veröffentlicht am 7. Mai 2010

Jackie Chan und Jet Li in einem gemeinsamen Film? Worauf man irgendwie immer schon gewartet hat ist in Forbidden Kingdom endlich realisiert worden. Was an mir aber vollkommen vorbeigegangen ist. Aber als ich die BluRay zum Spottpreis auf Amazon gesehen hab, musste die natürlich her. Erwartungshaltung: Popcorn-Martial-Arts Action.

Forbidden Kingdom erzählt eine Geschichte, die klassische chinesische Romane aufgreift – allen voran das Buch „Die Reise nach Westen“. Ich kenn das Buch leider nicht, weswegen mir die Geschichte manchmal etwas schräg vorkam. Die Handlung dreht sich darum, dass sich in einer Mittelalter-Fantasy Variante von China der Affenkönig (der im Widerspruch zum Namen kein Affe ist) mit dem Jade-Kriegsherr (dem Vertreter des unsterblichen Jade-Kaisers) anlegt. Der Affenkönig ist irgendwie ein begnadeter Kämpfer, irgendwie frech und irgendwie arrogant. Der Jade-Kaiser ist der Archetyp des gütigen Herrschers, was ihn nicht davon abhält sein Gegenteil als Stellvertreter auf Erden auszuwählen: Der Jade-Kriegsherr ist eher so der Typ gewissenloser Diktator. Der Konflikt eskaliert als der Jade-Kaiser dem Affenkönig einen himmlischen Titel verleiht und der Jade-Kriegsherr den Affenkönig daraufhin verrät und in eine Steinstatue verwandelt.

Noch alle dabei? Es ist echt verwirrend mit den ganzen Charakteren wenn man sich mit der Mythologie nicht auskennt. Und das Beste daran: Das Ganze ist eigentlich nur die Backgroundstory, die Handlung von „Forbidden Kingdom“ dreht sich um Jason, einen Teenager aus dem modernen Amerika. Um es kurz zu machen: Der ist irgendwie Karate Kid auf Kung Fu. Er träumt davon Kung Fu Meister zu werden, wird aber von Schlägertypen gemobbt und beinah getötet, landet überraschend im mittelalterlichen Fantasy-China und trifft dort auf einen betrunkenen Unsterblichen und einen stillen Mönch, die ihm Kung Fu beibringen. Und begibt sich auf die Reise, den Affenkönig zu retten – der Auserwählte aus einer uralten Prophezeiung ist er nebenbei nämlich auch noch.

Ich will gar net mehr groß über die Story reden, sagen wir mal so: Sie erfüllt ihren Zweck, und der ist es irgendwelche Martial Arts Kämpfer aufeinandertreffen zu lassen. Und hier ist der Film erwartungsgemäß dann auch richtig gut. Schön choreographierte und inszenierte Kämpfe, die alle Register des asiatischen Action Kinos ziehen. Jackie Chan gibt mal wieder den Drunken Master, Jet Li hat eine Doppelrolle und kämpft mal mit einem Stab und mal mit Fäusten und es gibt noch ein paar andere ganz interessante Kämpfer.

Was soll ich also sagen ausser: Erwartung erfüllt. Story ist eher nix, Hauptcharakter Jason eigentlich uninteressant, aber die Kämpfe sorgen unterm Strich dann doch für gute Unterhaltung. Würd ich ihn nochmal kaufen? Keine Ahnung ehrlich gesagt. Wenn der Preis auf Ausleih-Niveau ist kann man zugreifen. Ansonsten lieber erstmal die Videothek besuchen.



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