Im Kino: Ich – einfach unverbesserlich

Veröffentlicht am 4. Oktober 2010

Gestern hab ich mir meinen ersten 3D-Kino-Besuch seit „Avatar“ gegönnt: „Ich – einfach unverbesserlich“.

Das erste was mir dazu einfällt: Wer hat eigentlich diesen Titel verbrochen? Sperriger ging’s nicht mehr? Der englische Titel „Despicable Me“ klingt um Längen besser. Das ist ja fast so übel wie der deutsche Kinotitel von „Hot Fuzz“: Den haben Sie damals tatsächlich als „Zwei abgewichste Profis“ unter’s Volk gebracht. Aber egal, das beweist nur den alten Spruch „Man soll ein Buch nicht nach dem Umschlag beurteilen“.

In „Ich – einfach unverbesserlich“ versucht der alternde Superbösewicht Gru seinen Rang als Oberschurke gegen Neuankömmling Vector zu verteidigen. Der hat tatsächlich unbemerkt die Cheops-Pyramide geklaut – und mäßig erfolgreich getarnt in seinem Vorgarten versteckt. Für Gru gibt es nur einen Weg, das noch zu übertrumpfen: Er will den Mond klauen. Wenn da nur nicht drei Waisenmädchen seinen Weg kreuzen würden…

Die Story ist jetzt ein bißchen vorhersehbar, der Film strotz aber nur so vor lustigen Einfällen: Von den dämlich-chaotischen Minions bis zu den schrägen Erfindungen des verrückten Wissenschaftlers Dr. Nefarios – für genug Wahnsinn ist gesorgt. Ein paar gesellschaftskritische Momente haben auch ihren Weg in den Film gefunden – allen voran „Die Bank des Bösen – ehemals Lehman Brothers“. Die drei Waisenkinder verpassen dem Film schließlich noch einen Schuß Niedlichkeit und ein paar kitschig-emotionale Momente und runden damit das Animationsfilm-Erfolgsrezept ab.

Technisch ist der Film absolut sauber und schön animiert. Die 3D-Version wirkt etwas plastischer, wirklich nötig ist sie aber nicht. Es gibt im ganzen Film vielleicht vier bis fünf Szenen, in denen das 3D wirklich auffällt. Da kann man sich den Film auch in 2D anschauen und das Geld in eine Extraportion Popcorn investieren.

Mir hat der Film gut gefallen. Einfach zurücklehnen, entspannen, ablachen – genau das richtige nach einem langen Tag. Wer „Shrek“, „Oben“ oder „Wall-E“ mochte, wird „Ich – einfach unverbesserlich“ auch mögen. Ich kann ihn nur empfehlen.

Hier noch der deutsche Trailer:



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