Making Of: Viraler Spot „Technoweb“

Veröffentlicht am 13. Dezember 2010

Ein Gastbeitrag vom Wilden Dosenindianer

Viraler Spot leicht gemacht! Wer das glaubt irrt sich gewaltig. Im Rahmen meines Studiums hatte ich (der Wilde Dosenindianer) die Aufgabe einen viralen Spot für die Siemens interne Plattform „TechnoWeb“ zu erstellen.

TechnoWeb ist eine Art Social Media Plattform, die nur für die knapp 400.000 Siemens Mitarbeiter zugänglich ist. Ziel dieser Plattform ist es, einen weltweiten Wissenstransfer innerhalb von Siemens zu ermöglichen, um schneller und effektiver an Lösungen zu kommen. Die Plattform startete im März 2010. Im Zuge der Marketing-Kampagne, die zu einer Steigerung der Nutzerzahlen führen soll, wollten die Verantwortlichen einen viralen Spot testen.

Nun baten Sie die Fachhochschule für angewandtes Management einen Studenten zu senden, der sich um die Produktion kümmert. Und das war ich – der Wilde Dosenindianer. So verließ ich meinen Wigwam, um einen ersten Kontakt aufzunehmen.

Bevor die Produktion begann, wurde erst einmal abgeklärt, ob die Damen und Herren von Siemens sich mit der Spotproduktion sicher waren. Neun von zehn viralen Spots erreichen in der Regel nicht das gewünschte Ziel. So kann es auch bei diesem Spot der Fall sein.

Da die Verantwortlichen trotzdem einen viralen Spot wollten, machte ich mich an die Konzeption. Nach mehreren Sitzungen wurde sich darauf geeinigt, dass ein Use-Case aufgegriffen werden soll (das sind Fälle, die in TechnoWeb mithilfe der weltweiten Vernetzung gelöst werden). In diesem soll nun gezeigt werden, was passieren kann, wenn es TechnoWeb nicht gäbe. Der Erzählstil soll wie die Sendung mit der Maus gehalten werden. Der Spot soll in englischer und deutscher Sprache vertont werden.

So wurde also nach Recherchen im TechnoWeb ein Use Case über einen Lichtbogen aufgegriffen und ein Drehbuch geschrieben. Anschließend ging es an die Organisation. Der Dreh fand in zwei verschiedenen Räumlichkeiten statt: Einem Großraumbüro und einem Labor. Letzteres wurde mit freundlicher Unterstützung der UniBW ermöglicht (vielen Dank an Prof. Dr. Schein und Herrn Dr. Zimmermann).

Nach der Suche der Räumlichkeiten mussten Protagonisten gefunden werden. Der Hauptdarsteller wurde über TechnoWeb gesucht und gefunden. Neben den Darstellern wurden ein Kameramann, eine Sprecherin, ein Tonmann, ein Kamerassistent und eine Maskenbildnerin gebucht. Da der Wilde Dosenindianer (also ich) in dem Bereich bereits einige Leute kennt, war die Suche kurz und erfolgreich.

Gedreht wurde mit einer Canon Mark II in 1080p. Für den Dreh wurden das Labor sowie das Büro hergerichtet, ausgeleuchtet und ein Dolly für die Kamerafahrten verwendet. Regie führte ich. Der Offtext wurde separat eingesprochen.

Nachdem alle Teile beisammen waren, habe ich mithilfe von After Effects CS 5 und Edius 5 die Effekte eingefügt und das Projekt geschnitten. Änderungswünsche wurden in einigen Feedback Runden berücksichtigt und nachtäglich eingefügt.

Ich könnte zwar noch Seiten mit technischen und organisatorischen Details füllen, aber interessant ist doch das Ergebnis. Und davon seid Ihr nur einen Klick entfernt:



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